Und zum Schluss - ein Muss

Ionisches Meer

Wir trödeln durch die Inselwelt des Ionischen Meers, denn wir haben noch etwas Zeit, bevor das Schiff aus dem Wasser kommt.

Neben netten Begegnungen mit der Tierwelt - wir haben noch nie Wildschweine in Griechenland gesehen - und hunderte Ziegen auf einem verfallenen Bauernhof, lernen wir Oswin kennen. Im Kanal von Lefkas wartet er mit seiner "Marie Celeste", einer Dufour Segeljacht, auf Hilfe, denn das Getriebe funktioniert nicht. Wir schleppen sein Schiff durch die Brücke von Lefkas und da kein Wind ist auch gleich bis Prevesa.

Hier beginnt der Ernst des Lebens, denn nach 2434 Seemeilen (fast 5000 km) muss Sturdy wieder etwas Zuneigung und Pflege haben. Um nicht alles bis zum Frühjahr aufzuschieben, beginnen wir mit Ölwechsel, Toilettenschläuche wechseln und Schraube abschmieren, sowie 1000 anderen  Kleinigkeiten.

Wir haben die Saison 2019 erfolgreich beendet und würden uns freuen, wenn Ihr ab April 2020 wieder dabei seid. Noch stehen die Pläne nicht 100 prozentig fest, also lasst Euch überraschen.

Freizeitgestaltung

Peleponnes 2. Teil

"Ist Euch nicht langweilig, so den ganzen Tag auf dem Boot?" werden wir manchmal von Nichtseglern gefragt. Als Carlo noch bei uns war, definitiv nicht. Wir sind 3 mal täglich mit ihm Gassi gegangen und auch sonst war immer was los. Das hat sich ja nun geändert. 

Unser Tagesverlauf sieht nun so aus: Um 8 Uhr (meistens, manchmal auch früher) stehen wir auf. Nach Möglichkeit schwimmen wir mehrere Runden ums Boot. Dann wird in Ruhe gefrühstückt und per Internet die Wettervorhersage geguckt und Nachrichten gelesen. Gegen 9 Uhr laufen wir aus. Das fängt manchmal abenteuerlich an. Wenn der Anker zwischen Steinen fest geklemmt ist und Werner erst mal tauchen muss. Oder das häufige Ritual am Morgen: Ankersalat. Ein Anker unter dem vom Nachbarn, manchmal kreuz und quer, und muss zuerst sortiert werden - Hafenkino!

Nun ist es endlich soweit. Wir laufen aus und sind die nächsten Stunden mit Segeln beschäftigt. Mittagessen ( Stulle mit Brot) gibt es entweder auf See oder wenn das Ziel nah ist im Hafen. Nach einem kleinen Mittagsschläfchen erkunden wir die neue Umgebung, gehen einkaufen oder was sonst so anliegt. Mehrmals täglich im Meer schwimmen ist selbstverständlich. Nachmittags lesen wir viel, spielen Canasta oder busseln am Schiff. Viel Liebe wird für das Kochen am Abend aufgebracht und das anschließende Essen ist uns wichtig. Manchmal klönen wir abends mit anderen Seglern oder schauen uns eine DVD an.Und schon ist ein Tag vorbei. Der nächste Morgen ist ein neuer Tag im Paradies.

Unser Rückweg um den Peleponnes verlief ruhig. Wir konnten überraschend viel segeln, was hier nicht selbstverständlich ist. Über die ionischen Inseln geht es nun weiter nach Prevesa.

Auf der Jagd nach dem Gas

Peleponnes 1. Teil

An Bord kochen wir mit Gas - Propangas genauer gesagt. Wir haben zwei Flaschen von je 6 kg mit deutschem Anschluss und eigentlich überall nachfüllbar. Nicht jedoch in der Türkei. Da die Türken manchmal preussischer sind als die Preussen selbst, lässt sich da auch nichts improvisieren. Unsere 1. Gasflasche war nach fast 3 Monaten in der Türkei leer. Somit mussten wir bis Griechenland mit dem Nachfüllen warten. Eigentlich kein Problem. In Samos hatten wir ein Auto - also los. Leider hatten wir nicht bedacht, dass Samstags die Füllstation dicht war.

Naja, es kommen ja noch mehr Inseln. 

Leider war das diesmal nicht so einfach. Griechen haben Tauschflaschen, die an der Tankstelle getauscht werden. Füllen? Keine Ahnung wo. Von Hafen zu Hafen das gleiche Spiel. Von "keine Ahnung" bis "verboten, ist illegal" Wir sahen unseren Frühstückskaffee schon ernsthaft in Gefahr - das geht ja gar nicht!

Mit Hilfe eines deutschen Seglers - vielen Dank Andy - bekamen wir eine Adresse in der Nähe des Hafens Koilada. Werner mietete sich einen Roller und los ging es. Zwar musste er zwei mal die Tour ins nächste Dorf machen, aber mit Erfolg. Die Kaffeeversorgung ist gesichert!

 

Zum letzten Mal

Samos, Patmos, Denoussa, Naxos, Paros

Zum letzten Mal durchqueren wir die Ägäis. Wieder hüpfen wir von Insel zu Insel, wieder haben wir ordentlich Wind, denn es ist Meltemi - Zeit.

Doch zuerst müssen wir mit unserem Schiff in Griechenland einklarieren. Das heißt, Polizei, Zoll und Küstenwache wollen unsere Bootspapiere und Pässe sehen. Da wir aus der Türkei einreisen kostet das auch noch Geld (im Gegensatz zu den EU Staaten) und natürlich Zeit, viel Zeit. Der Zoll will 20 Euro, die Küstenwache 15 Euro und natürlich die neue Bootssteuer von 110 Euro nicht vergessen. Zu allem Überfluß ankern wir in Patmos im Hafen, was neuerdings auch verboten ist - also nochmal 50 Euro - puuh!

Genug gejammert!  Ansonsten ist Griechenland ja ganz okay.

In Samos mieten wir ein Auto und erkunden die Insel. Sie ist wie die nahe liegende Türkei sehr grün. Es wird viel Wein angebaut - der süße Wein von Samos - schmeckt für uns fürchterlich. Fast eine Woche verbringen wir auf der schönen Insel, bevor es nach Patmos weiter geht. Nach unserer Hafenstrafe verlegen wir uns in eine der schönen Buchten. Schwimmen in erfrischenden  21 Grad kaltem Wasser und machen mit dem Beiboot Ausflüge in die umliegenden Buchten. 

Auf unserer Überfahrt zum 60 Seemeilen entfernten Naxos erwischt uns der starke Meltemi. Und so drehen wir kurzer Hand ab und segeln nach Denoussa, einer kleinen, ziemlich kahlen Insel, die wir bisher noch nicht kannten. In einer einigermaßen geschützten Bucht finden wir Schutz, bevor es weiter nach Naxos geht.

Diesmal segeln wir südlich an der Insel vorbei und lernen dabei neue schöne Buchten kennen. Weiter geht es zur Nachbarinsel Paros. Auch hier lernen wir neue Buchten und den Hafen Pareika kennen, von dem es zur letzten Ägäisetappe geht. 

Bye,bye - Türkei!

Datcia über Bodrum nach Kusadasi

Unser letzter Reiseabschnitt in der Türkei führt uns von Datcia über Bodrum bis nach Kusadasi.

In Datcia haben wir unsere alte Freundin Ruth besucht, die wir schon seit unserer ersten Segelreise 1985 - 87 kennen. Ruth segelt nun schon einige Jahre nicht mehr und lebt jetzt mit ihren 2 Hunden munter und fidel in einem schönen Haus mit Pool und großem Garten in der Nähe von Datcia. Hier bewirtschaftet sie mit Hilfe eines Gärtners einen "Garten" in dem neben Oliven, Feigen, Maulbeeren und Orangen und Zitronen auch der eigene Wein wächst. Wir verbringen einen sehr schönen Tag zusammen und hoffen, dass wir uns bald einmal wieder sehen werden.

Weiter geht es in den Golf von Gökova, noch ein paar alte Erinnerungen an alte Segelzeiten auffrischen. Dann erreichen wir Bodrum. Hier fanden wir es nicht so toll. Die Landschaft ist ziemlich zugebaut mit mehr oder weniger kleinen Häuschen, die immer in Reihe und Glied und  zudem noch sehr eng gebaut sind. Grade im Einzugsbereich von Bodrum kommen da noch viele,viele Jachten hinzu. Also ist es in der Feriensaison sehr voll! Wir haben aber immer ein Fleckchen für uns gefunden. Um dem größten Trubel aus dem Weg zu gehen, segeln wir in den Golf von Güllük. Hier sind viele Fischfarmen angesiedelt und somit bei Jachten nicht so beliebt. Das Wasser ist etwas trüb und lange nicht so klar wie sonst fast überall in der Türkei. Denn darauf kann das Land wirklich stolz sein. Es darf schon seit einigen Jahren nichts mehr eingeleitet werden, und das gilt auch für Jachten, die alle Abwässer sammeln müssen.

Und so ziehen wir von Bucht zu Bucht, bis wir Kusadasi erreicht haben. Hier gönnen wir uns einen Aufenthalt in der leider sehr teuren Marina, um uns die Ausgrabungen von Ephesos anzusehen. Dieser Besuch lohnt sich wirklich, besonders das für 25000 Menschen gebaute Theater, die Prachtstraßen und die gut erhaltene Fassade der Bibliothek sind sehr beeindruckend. Kusadasi selbst hat nicht viel zu bieten.

Von hier machen wir uns nun auf den Rückweg nach Prevesa. Aber mit viel Zeit - 2 Monate bleiben uns noch bevor die Fähre geht.

Zwei Monate Türkei sind nun vorbei. Es war schön, interessant und trotz aller Bedenken eine gute Zeit. Sicher man muss nicht alles im Internet erzählen. Vielleicht sollte man manches erst einmal sacken lassen.

Leben und leben lassen

Fethiye bis Bozburun

Je näher wir an Fethiye heran kommen, auf mehr und mehr Boote aller Art treffen wir. In allen einigermaßen geschützten Buchten wird in einem Abstand von 20 bis 30 Metern jeder freie Platz belegt. Hier ankert man fast immer mit Heckleinen um den Schwoikreis der Boote zu begrenzen und so mehr Boote unter zubringen. Hier liegen Motorboote neben Segeljachten, Guletts neben Ausflugsbooten. Leben und leben lassen!

Wir staunen nicht schlecht als wir Motorschiffe mit der Beschriftung der üblichen türkischen Supermärkte von Bucht zu Bucht fahren sehen. Das Angebot eines richtigen Supermarktes ist vorhanden und fast Bootsbewohner geht einkaufen. Einziger Nachteil des Buchtenurlaubs: das Wasser ist so warm, das es ehr Badewasser ist und keine Erfrischung mehr. 

Unser nächster Stop ist Marmaris. Wir kennen den Ort aus dem Jahr 1969 und 1987. Aus dem kleinen Fischerdorf ist eine große Stadt geworden. Alles ist auf Tourismus ausgelegt und alles ist irgendwie zu groß, zu viel. Romantische Ecken muß man suchen: die Altstadt rund um die Burg, der kleine Fluß, den man ein Stück weit befahren kann. Zwei Tage Aufenthalt reichen uns, dann geht es weiter nach Bozburun. Hier haben wir auf unserer ersten Segelreise  1987 ein halbes Jahr zugebracht. 32 Jahre ist eine sehr lange Zeit, besonders in einer Urlaubsregion. Ja, man erkennt das Dorf noch wieder. Die Moschee, der Hafen und auch der kleine Supermarkt von früher ist noch da. Viele neue Häuser, Hotels und Apartments sind gebaut worden. Doch der Trubel von Marmaris fehlt hier - noch! Wir fühlen uns wohl hier und verbringen ein paar schöne Tage bevor es weiter nach Norden geht. 

Sand im Getriebe

Alanya bis Kas

Nach drei Tagen Aufenthalt und vielen anstrengenden Besichtigungen segeln wir weiter an der türkischen Südküste entlang. Im alten Stadthafen von Antalya finden wir neben den unvermeidlichen, lautstarken Piratenbooten ( sind die alle auf Speed?) einen Liegeplatz im Zentrum der Stadt. Es ist bei weitem unserer teuerster Liegeplatz seit einem Jahr(65€), aber man gönnt sich ja sonst nichts!
Die interessante,lebendige Großstadt wimmelt nur so vor Menschen. Es gibt viel zu entdecken. Touristen sieht man hier nur wenige, obwohl es jede Menge Hotels und Ferienanlagen gibt.
Weiter geht es über Kemer (viele Russen) nach Finicke (halb leere Marina) zur Insel Kekova. Hier beginnt die Zeit der Buchten. Endlich vor Anker und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Eine Woche halten wir uns hier auf. Gehen türkisch Essen-scharf! - in einem fast leeren Restaurant. Rechts und links sieht es nicht viel besser aus. Es fehlen einfach die Touristen. Die Guletts (Pseudosegelschiffe) liegen in Reihe und Glied im Hafen und warten auf Gäste. Man sieht auch auf dem Wasser nicht viele Schiffe an diesem Küstenabschnitt. Deutsche Jachten kann man an einer Hand abzählen. Unser nächstes Ziel ist Kas. Diese nette mittelgroße Stadt gefällt uns sehr. Mittlerweile ist es so heiß geworden, dass unsere Stadtbummel auf den Abend verlegt werden. Das ist ja auch viel interessanter, wenn die türkischen Familien mit Kind und Kegel durch die Stadt flanieren. Doch es läuft nicht rund in der Touristenbranche - viel zu wenig los, obwohl wir mitten in der Saison sind. Uns ist es recht, wir mögen Ankerbuchten, in denen man sich nicht auf die Zehen tritt. 
Ob das im Golf von Fethiye, dem neuen Segelmekka der Türkei, auch so ist, werden wir bald feststellen.

Planänderung

Türkei

Eigentlich haben wir erwartet auf unserem Weg nach Zypern, oder grade auch dort, Gleichgesinnte zu finden, die auch Israel besuchen wollen. War aber nicht. 

Wir ackern uns per Internet durch die Einreisevorschriften für Israel. (hätten wir auch schon mal eher machen können!)

Das ist alles irgendwie machbar. - 4o Seemeilen vor der Küste die Küstenwache anrufen, die dann an Bord kommt.

Bei Tageslicht einlaufen - kann man auch planen.

Einen Platz fürs Schiff in der Marina vorbuchen, die Daten vom Schiff und der Mannschaft per Email senden und dann warten, ob man einen Platz bekommt - naja.

Doch die Zollvorschrift, kein Frischfleisch einzuführen - wobei unsere Gefrierbox bis oben hin mit Fleisch und Fisch gefüllt ist - läßt uns dann doch zögern. Müssen wir das alles über Bord kippen? Wie ist das mit dem vorrätigen Alkohol? Oder wird es nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird?

Werden bei der Ausreise wirklich die Computer konfisziert und 3 Tage später an die Heimatadresse geschickt?

Auch ein Anruf beim deutschen Konsulat in Israel konnte nicht zur Klärung beitragen.

Wir konnten es nicht heraus finden. Dies alles und zudem die politische Situation im nahen Osten, hat uns von dem Plan mit dem eigenen Schiff in Israel einzureisen absehen lassen. Das Israelabenteuer unternehmen wir lieber im nächsten Februar oder März mit dem Flieger.

Also ändern wir den Plan und segeln in die Türkei. Sicherlich nicht unsere erste Wahl.

Wir haben einen angenehmen Segeltörn über 130 Seemeilen von Zypern bis Alanya, wo wir morgens um 6 Uhr einlaufen. Die Marina ist ziemlich leer. Die netten Mitarbeiter geben sich viel Mühe für uns alles zu regeln. Ein "Agent" kommt an Bord und erledigt die Einklarierung. Nur zur Polizei müssen wir mitkommen. Nach 2 1/2 Stunden haben wir unseren Stempel im Pass und das Transitlog für das Boot in der Hand. 160 € kostet der ganze Spaß. Nun ja.

Gleich in der nächsten Bucht werden wir von der Küstenwache kontrolliert, die sämtliche Dokumente wieder fotografiert. Nun ja.

Wir freuen uns auf die schöne türkische Landschaft und die außerordendlich netten Menschen.

Mal sehen was wir Euch beim nächsten Mal berichten können.

Die Insel der Aphrodite

Zypern

Mit passendem Wind segeln wir 160 Seemeilen durch das östliche Mittelmeer und erreichen Paphos auf Zypern nach fast 1 1/2 Tagen. Der kleine westlich gelegene Hafen ist zwar voll, doch es gibt einen neuen, noch unbenutzten Steg und bezahlbar ist er auch. In der exklusiven Marina von Limassol kostet ein Boot unserer Größe 120 Euro plus Steuern für eine Nacht. Wohlgemerkt nur fürs Anbinden, alles andere extra. So beschließen wir eine Woche in dem netten Hafen zu bleiben und von hier aus ein paar Ausflüge über die Insel zu machen.

Wir besuchen das zum Weltkulturerbe gehörende Ausgrabungsfeld mit seinen phantastischen Mosaiken aus dem 3.-5. Jahrhundert. Ganz in der Nähe liegen auch die sogenannten "Königsgräber". Eine Totenstadt für reiche Bürger aus der gleichen Epoche.

In der Oberstadt von Paphos kann Werner in einem urigen Eisenwarengeschäft Zubehör für unseren Grill kaufen. Nun werden demnächst Spieße gegrillt.

Mit dem Überlandbus ( Auto mieten ist nicht - Linksverkehr) fahren wir ins Landesinnere. Die Hauptstadt Nikosia ist seit 1974 geteilt, wie es einst auch Berlin war. Türken und Griechen stehen sich unversöhnlich gegenüber. Getrennt von einer Pufferzone, die sogenannte Green Line, die von Blauhelmsoldaten kontrolliert wird.

Als Touristen können wir auch den türkischen Teil der Stadt besuchen, der so ganz anders ist. Ein kleiner Vorgeschmack auf unseren geplanten Türkeiaufenthalt.

Griechenlands ferner Osten

Symi, Rhodos und Kastellorizon

Auf dem Weg zu Griechenlands östlichster Insel - Kastellorizon - kommen wir wieder an der Insel Symi vorbei. Wir ankern ein paar Tage in der Bucht von Panormitis. Das Kloster ist nun fertig restauriert und der beeindruckende Glockenturm strahlt in den schönsten Farben über die Bucht.

In Rhodos mieten wir dieses Mal ein Auto und besuchen das Landesinnere. Wir sind angenehm überrascht wie vielfältig, einsam und vor allem grün die Insel ist. Das haben wir nicht erwartet.

Früh morgens um 6 Uhr verlassen wir die schöne Insel um zur 70 Seemeilen (125 km) entfernten Insel Kastellorizon zu segeln. Der Wind ist gut und wir kommen flott voran. Nach gut 10 sm fängt uns die türkische Marine ab. Flottenmanöver - ausgerechnet heute! Wir müssen den Anweisungen folge leisten und einen Umweg von 13 sm in Kauf nehmen. Bei dem guten Wind kein großes Problem und doch ärgerlich.

Ein gutes hat die Sache - Werner fängt seit 2 Jahren endlich mal wieder einen großen Fisch. Einen Gelbflossenthun von 95 cm Länge, 12 kg schwer mit einem Umfang von 53 cm. Also Fisch satt! Die Gefrierbox wird gefüllt und andere Segler freuen sich auch über eine Portion frischen Fisch. 

Im letzten Abendlicht erreichen wir die Insel Kastellorizon, die auch im Halbdunkel sehr beeindruckend aussieht. Kastellorizon ist eine kleine Inselgruppe, eine Enklave, 1 Seemeile vor der türkischen Küste. Der Ort gehört mit zu den schönsten Flecken Griechenlands und wir machen einige Ausflüge und viele, viele Fotos.

Hier verlassen wir nun für einige Wochen Griechenland. Die nächste Insel heißt Zypern.

Neue Inseln gesucht - und gefunden!

Die Kykladen und der Dodekanes

Wenn man wie wir nun das dritte Jahr durch die Ägäis kreuzt, ist es nicht so einfach immer wieder etwas Neues zu entdecken. Wir bemühen uns neben sicheren und beliebten Orten und Ankerplätzen, neue Eindrücke nicht zu kurz kommen zu lassen.

Wir entdecken und benutzen die heißen Quellen auf der Insel Kythera. Finden die Hauptstadt der Kykladen auf der Insel Syros wunderschön, aber auch anstrengend - immer bergauf.

Wir wettern einen Sturm von 9 Bft. vor Anker auf der Insel Paros ab und begeistern uns für den kleinen und einsamen Hafen von Iraklia. Tolles blaues Wasser, aber ein Ankergrund zum weinen - nur kein Starkwind heute Nacht!

Von der langgestreckten Insel Amorgos, die wie ein Felsklotz im Meer liegt, segeln wir rund 60 Seemeilen nach Leros. Hier waren wir schon im letzten Jahr. Weiter über die Miniinsel Pserimos. Hier bekommt man nur in der Vorsaison einen Liegeplatz. Nur wenige Einwohner leben hier das ganze Jahr. Doch in der Saison werden Massen von Touristen von den Nachbarinseln Kos und Kalymnos mit Ausflugsschiffen angekarrt. Naja - der Rubel muss rollen. In den knapp 4 Monaten der Saison muss der Verdienst für ein ganzes Jahr eingefahren werden.

Wir erreichen unser nächstes Ziel - die Insel Kos. Die beliebte Ferieninsel bietet alle Versorgungsmöglichkeiten. Also auf zum Geld ausgeben!

Klimawandel ?

Der Saronische Golf

Gute 4 Wochen sind wir nun mit Sturdy auf dem Wasser und auf Reisen. 

Es ist kalt, es regnet oft und Segelwind vermissen wir auch. Schaut man sich die Wetterkarte an, zieht ein Tiefausläufer nach dem anderen einmal übers Mittelmeer. Alle Tiefs, die sonst über Nordeuropa gen Osten ziehen, landen über Spanien und Italien in Griechenland. So einen kühlen April haben wir noch nicht erlebt. Es soll daran liegen, dass der Jet-Stream sich verlagert hat. Klimawandel ? - hoffentlich nicht - sondern nur eine Ausnahme. Jedenfalls ist dies nicht das Wetter, das wir unserem Besuch Siggi für seinen Aufenthalt wünschen.

Wir packen uns in Fleecejacke und langen Hosen ein und besuchen die Festung Akrokorinth. Die gut erhalten Festung hat 3 Befestigungsringe und wurde ca. 1000 v. Chr. erbaut. Sie liegt auf einem 575 Meter hohen Tafelberg und ist für uns 3 Rentner recht anstrengend zu besteigen.

Ausgrabungen von Alt-Korinth sind am Fuße des Berges zu sehen. Am nächsten Tag geht es durch den Kanal in den Saronischen Golf. Wir besuchen ein paar nette kleine Häfen, die wir schon von unseren vergangen Reisen kennen. Über die immer wieder schönen Häfen Poros und Ermioni landen wir in Porto Heli. Hier verlässt Siggi uns wieder und fährt mit dem Flying Dolphin bzw. Cat in kürzester Zeit nach Athen zurück.

Wir bleiben noch ein paar Tage hier. Kleine Reparaturen stehen an, bevor es zu den Ägäischen Inseln geht.

Rolle rückwärts

Der Golf von Korinth

So wie unsere Reise im letzten Sommer verlaufen ist, geht es nun wieder in die andere Richtung.

Wir treffen uns mit Werners Bruder Siggi, der uns ein Stück des Weges begleiten wird. In Messolongia, am Anfang des Golf von Korinth, kommt er an Bord. Leider bringt Siggi schlechtes Wetter mit. So einen kalten und verregneten April haben wir noch nicht erlebt.

Von Messolongia segeln wir wieder zur kleinen Insel Trisonia. Hier hat sich über Winter einiges getan. Es wurde "aufgeräumt". Die alten versunkenen Schiffe sind entfernt worden. Schiffsleichen wurden gemeinsam an einem Steg vertäut. Die ehemaligen Versorgungsschächte in den Stegen mit Kies verfüllt, sodass man gefahrlos im Dunkeln an Land gehen kann.

Weiter nach Galaxidi, unser nächster sehr schöner Hafen. Es regnet den halben Tag. Wir spazieren nur kurz durch den romantischen Ort und verkriechen uns dann im trockenen Schiff.

Am nächsten Tag endlich Sonne! Wir segeln nach Antikriti, auch hier waren wir im letzten Jahr. Doch es ist nett hier noch einmal anzulegen. Platz gibt es genug - die Saison hat noch nicht begonnen. 

Die nächste Stadt Kiato, am südlichen Ufer des Golf von Korinth, hat nicht viel zu bieten, zumal wir an einem Sonntag Nachmittag einlaufen.

10 Seemeilen weiter erreichen wir Korinth, hier wollen wir 2 Tage bleiben, ein Auto mieten und Altkorinth und die Festung Akrokorinth besuchen.

Ein Blick von einer der Brücken auf den Kanal von Korinth soll auch zu unserem Programm zählen.

Wir schwimmen wieder

Im Ionischen Meer

Die gleiche Prozedur wie im Jahr zuvor. München - Venedig -  Fähre und dann, am 15. März, sind wir da.

Dieses Mal sind wir nur zu zweit unterwegs ( siehe Carlos Blog). Das Schiff ist gut über den Winter gekommen und sieht mit seinem neu lackierten Rumpf richtig gut aus. Panos, unser Schiffsmaler, hat das toll und auch noch bezahlbar hingekriegt. Wir lassen uns Zeit auch den Rest von Sturdy für den Sommer fertig zu machen. Nach 10 Tagen Arbeit schwimmen wir wieder.

Schon am nächsten Tag segeln wir nach Nidri auf Lefkas. In der Tranquilla Bucht warten wir das Regenwetter mit viel Wind ab. Dann geht es weiter Richtung Kanal von Korinth um uns am 10. April mit Werners Bruder Siggi zu treffen, der uns 2 Wochen besuchen will.

Unsere langfristigen Pläne für dieses Jahr? - Zypern und Israel. Wir hoffen, daß es einiger Maßen friedlich bleibt, dann sollte es wohl klappen.

Kontrastprogramm

Griechenland, Österreich

Fünf Monate Segeln liegen hinter uns. Viel Neues, manchmal Skurriles, auf jeden Fall Schönes haben wir gesehen und erlebt. Nun steht Sturdy wieder hoch und trocken. Sie muss nun 8 Monate warten bis es weiter geht. 

Mit der Fähre geht es wieder nach Venedig und dann nach Hause. In Kufstein machen wir Zwischenstation, dieses Mal für 2 Tage, und besichtigen die Festung. Ein weiterer Ausflug führt uns auf den 1829 m hohen Berg - Hohe Salve. Bei dem schönen Wetter und der entsprechenden Weitsicht ein tolles Erlebnis. Wir genießen die letzten Tage und freuen uns trotzdem auf zu Hause.

Im April 2019 geht es weiter. Mal sehen wohin. Es freut uns, wenn ihr wieder dabei sein wollt.

Die verlassenen Inseln

Der Golf von Korinth

Auch wenn wir den Golf von Korinth schon mehrmals befahren haben, versuchen wir neben den wenigen Häfen die es hier gibt, immer wieder etwas Neues zu besuchen.

Der Wind im Golf kennt nur zwei Richtungen - Ost oder West. Dann fegt er zwischen den hohen Bergen des Peleponnes und des Festlands hindurch und kann einem ganz schön das Leben schwer machen, denn wie der Teufel es so will, kommt er immer von vorne! Da ist die Routenplanung manchmal nicht so einfach. 

Dieses Mal besuchen wir die Alkyonides Inseln, die fast ganz am Ende des Golf von Korinth liegen. Diese drei kleinen Inseln sind seit ein paar Jahren unbewohnt, haben aber einen annehmbaren Ankerplatz, den wir für einen Tag sogar ganz für uns haben. Auf der größten Insel Zoodochos gibt es ein verlassenes Kloster, dass bis vor 7 - 8 Jahren noch bewohnt bzw. bewirtschaftet wurde. Von den Gebäuden ist zwar nur die kleine Kirche zugänglich, aber bei einem Spaziergang durch die Klosteranlage und die Gärten kann man sich das Leben der Mönche auf der Insel gut vorstellen. Auch ein uralter Trecker zeugt vom Leben und Arbeiten der Menschen hier.

Carlo hat seinen Spaß - es gibt viele Igel auf der Insel, die man "jagen" kann.

Auf der Nachbarinsel Daskalio sehen wir neben einem vom Meer zerstörten Hafen, eine kleine verlassene Ferienanlage. Auch hier holt sich die Natur langsam aber sicher die Insel zurück.

Mühsam, wie immer gegen den Wind, kommen wir langsam nach Westen, dem ionischen Meer entgegen. 

Auf Wiedersehen Ägäis

Ostseite des Peleponnes

Eine Reise - eine Rückreise besonders, ist ziemlich langweilig, wenn man schon ein paar Mal da war. Wir sind nun wieder auf dem Weg ins Winterlager nach Prevesa. In diesem Jahr endet unsere Reise schon Mitte August. Wir wollen zu Hause unser neues Enkelkind begrüßen und unsere anderen Enkel betüddeln. So halten wir uns nicht lange auf und besuchen Ermioni, Porto Heli, die Inseln Dokos und Poros. Über die Ferienorte Epidaurus und Korphos geht es zum Kanal von Korinth. Mit dem Auto besuchen wir den Markt von Ermioni und anschließend eine Besonderheit - die Felsenkirche von Didima. Man kommt nur durch einen Felsentunnel in die "Höhle", in der das Kirchlein liegt. Wir haben diesen Ort schon vor ein paar Jahren besucht, doch für Tom und Petra ist es eine Überraschung. 

Von unseren beiden Freunden verabschieden wir uns in Poros. Sie wollen noch in dieser Saison bis Spanien segeln und das ist ein langer Weg.

Durch den teuren Kanal von Korinth, für unser Boot 237 Euro, fahren wir dieses Mal im Konvoi mit zwei Motorjachten von gut 40 Metern Länge, einem Landungsboot und 4 Segeljachten. Es klappt alles gut. Anschließend besuchen wir den Hafen von Korinth um dringende Einkäufe zu erledigen und mal wieder Wasser zu bunkern. 

Und siehe da - große Überraschung, Tom und Petra sind noch da. Ein Wiedersehen, das uns sehr freut.

Auf dem Vulkan

Kimolos, Milos, Serifos und Kythnos

Kimolos ist eine kleine, Milos vorgelagerte Insel und unser erster Anlaufpunkt nach der etwas stürmischen Überfahrt von Folegandros. Von dort ist es ein Katzensprung nach Milos. Wie Santorin ist auch Milos vulkanischen Ursprungs. Gleich bei der Einfahrt in die große Bucht von Adamas (die hier die versunkene Caldera des einstigen Vulkans ist) wird man von seltsamen Felsformationen und buntem Gestein empfangen. Es ist lange nicht so überwältigend wie Santorin, sieht aber wesentlich freundlicher aus.

Wir mieten wieder ein Auto und befahren die wenigen für Mietautos frei gegebenen Straßen. (nur Asphaltstraßen) Wir besuchen die hoch oben gelegene Altstadt von Milos, die beeindruckenden Katakomben und die Küsten im Norden und Süden der Insel. Die Insel ist ziemlich kahl - wir haben schon schönere gesehen. So hält es uns hier nicht lange. Außerdem sitzt uns der bald einsetzende Nordwind Meltemi im Nacken. Über die Inseln Serifos (waren wir schon im letzten Jahr) und Kythnos (es gibt nichts besonderes zu berichten - vielleicht sind wir auch inselmüde) segeln wir bei einem stürmischen Nordwind wieder zurück zum Festland - zum Peleponnes.

Weiß-blaue Geschichten

Amorgos, Schinoussa, Ios, Folegandros und Santorin

Nun sind wir in der Inselgruppe der Kykladen. Unsere erste Insel ist das bergige Amorgos. Wir mieten einen Quad und düsen zusammen mit Tom und Petra über die Insel. Ein Besuch der Chora mit seinen verwinkelten Gassen ist ein Muss. Meist weiß, mit blauen Fenstern und Türen, liegt die Ortschaft hoch oben in den Bergen. Ganz in der Nähe liegt das berühmte Kloster Chosoviotissa. Unter senkrechten Felswänden klebt es strahlend weiß am Berg.  Es wird noch heute von Mönchen bewohnt und ist ein paar Stunden am Tag für Besucher zugänglich. Der steile Aufstieg auf den Eselpfaden ist schon eine Buße für sich; doch es lohnt sich. Die grandiose Aussicht und die Bewirtung der Mönche mit Wasser und dem örtlichen Zimtschnaps ist ein Erlebnis.

Über die kleine Insel Schinoussa gibt es nicht viel zu berichten. Wir verbringen ein unruhige Nacht in dem schaukeligen Hafen und so geht es gleich am nächsten Morgen weiter nach Ios.

Das diese Ferieninsel bei Touristen sehr beliebt ist, sieht man schon an den vielen ein- und auslaufenden Schnellfähren, die mit großem Getöse anlanden und noch schneller wieder ablegen. Von hier aus besteigen auch wir eine Fähre um nach Santorin zu fahren. Das machen die meisten Crews der hier liegenden Schiffe, denn in Santorin einen Liegeplatz für das Schiff zu finden, ist fast unmöglich. 

Nach 35 Minuten Fahrt erreichen wir die Caldera (den versunkenen Vulkan) von Santorin. Der erste Eindruck: wie kann man hier nur wohnen?

Der zweite Eindruck: die weißen Häuser am Klippenrand sehen ja ganz nett aus. Der dritte Eindruck: das Oberland ist überall mit Weinstöcken bebaut. Dazwischen leuchten kleine weiße Häuschen. Es sieht einfach schön aus. Nach ein paar Stunden, in der mit Kreuzfahrern bevölkerten Inselhauptstadt Fira, geht es wieder zurück nach Ios.

Auf der Insel Folegandros fahren wir mit dem Inselbus zur Chora (Carlo muss wieder in die Reisetasche). Die schattigen Gassen und Plätze dieser kleinen Siedlung, die abenteuerlich an einem Klippenhang liegt, begeistern uns. Nach einem Besuch in einer netten Taverne, geht es zu Fuß durch eine heiße Steinlandschaft wieder zum Hafen zurück. Dann heißt es erst einmal - BADEN!

Inselhüpfen

Leros, Lipsi und Patmos

Von unserer letzten Insel - Kalymnos - ist es nur ein kleiner Hüpfer von 5 Seemeilen,  bis wir die nächste Insel - Leros - erreichen. In der südlichen Ankerbucht von Xerocampos gehen wir für 2 Tage vor Anker, bevor wir den nächsten Hafen dieser grünen und grade bei Ausländern beliebten Insel erreichen. In Lakki mieten wir zusammen mit Tom und Petra ein Auto und fahren jede nur erdenkliche Straße dieser kleinen Insel ab. Es gibt großartige Ausblicke auf eine wunderschöne Insel. Natürlich besuchen wir auch hier die Festung Panteli. 

Ein Hüpfer weiter liegt die noch kleinere Insel Lipsi. Neben der schönen Insel, sind es die  Menschen der Inseln, die ihrer Arbeit oder ihrem Hobby nachgehen, die uns interessieren und manchmal gelingt dabei auch ein nettes Foto ( siehe Galerie)

Die letzte Insel des Dodekanes ist Patmos. Hier waren wir schon im letzten Jahr und haben fast alles gesehen. Wir genießen den Aufenthalt und verbringen ein paar schöne Tage mit Spaziergängen und Schwimmen. 

Wiedersehen in Kos

Symi, Nisyros, Kos und Kalymnos

Die Inseln des Dodekanes liegen der türkischen Küste am nächsten und sind wie an einer Perlenschnur aufgereiht. Von Rhodos segeln wir nach Symi, einem Steinhaufen mit wenig grünen Ecken. Wenn man von See kommt sieht alles ziemlich tot aus; kein Baum, kein Strauch. Unser erstes Ziel ist die Ankerbucht von Panormitis, ganz im Westen der Insel. Hier liegt das berühmte Kloster Panormitis, ein besonderer Ort - ein Ort der Besinnung. Eingerahmt von vielen Olivenbäumen liegt das Kloster in einer fast geschlossenen Bucht. Neben dem eigentlichen Kloster gibt es zahlreiche Gästewohnungen, die zu den kirchlichen Feiertagen bis zu 500 Personen aufnehmen können. Zwar bringen einige Fähren täglich ein paar hundert Touristen für eine Stunde zur Besichtigung her, doch sobald der Rummel vorbei ist, ist es ein einsamer Ort. Viel grün, viele Ziegen und das Rufen vieler Pfaue! 

Nächstes Ziel ist der Hauptort von Symi, am Berg gelegen, strahlen die weißen Häuser und die blauen Kuppel der Kirchen weit aufs Meer hinaus.

Die nächste Insel ist das grüne Nisyros, eine Vulkaninsel. Viele Oliven- und Obstbäume und natürlich Wein bestimmen das Bild. Hier mieten wir ein Auto und fahren alle Straßen ab, die es auf der Insel gibt ( 14 km und zurück ). Wir besuchen den Vulkan, in den man an einer Stelle hinunter steigen kann. Es riecht nach Schwefel und Wasserdampf kommt an einiger Stellen heraus. 

Von Nisyros geht es weiter nach Kos. Hier sind wir mit Tom und Petra von der Santos verabredet. Gemeinsam wollen wir von hier in den nächsten Wochen nach Prevesa segeln. Kos hat nicht so viel zu bieten. Alte Steine haben wir für dieses Jahr genug gesehen und so verlassen wir die Insel nach 2 Tagen in Richtung Kalymnos.

Bei unserem letzten Besuch der Insel vor rund 30 Jahren, war dies die Insel der Schwammfischer. Doch diese Zeiten sind vorbei. Ein Virus hat die Schwämme rund um die Insel vernichtet. Auch heute ist Kalymnos ein lebhafter Hafen mit einem guten Fischmarkt . Mit einem Zwischenstop in der Bucht von Emporius ist unser nächstes Ziel,  die nördlichen Inseln des Dodekanes. 

Griechenlands windigste Ecke

Karpathos und Rhodos

Von Kreta kommend müssen wir die windigste Ecke Griechenlands durchqueren. Der Wind presst sich hier durch die Landenge von Kreta und Rhodos, und mittendrin liegt Karpathos. Trotz sorgfältigem Wetterdienst haben wir hier 6 Bft. (vorausgesagt waren 4, auch mal 5 Windstärken) . So beschert der Wind uns eine schnelle Reise mit hohen Wellenbergen. Vorbei an dem wolkenverhangenen Inselchen Kasos steuern wir den Hafen von Karpathos an. Hier bleiben wir 2 Tage, doch eigentlich lohnt es sich nicht. Zudem hat unsere Lichtmaschine ihren Geist aufgegeben (was wir aber zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten) und wir wollen so schnell wie möglich einen Mechaniker treffen. Das geht nur in Rhodos - also los.

Dieses Mal stimmt die Wettervorhersage und beschert uns eine schöne und schnelle Überfahrt ohne große Wellen. Nach gut 60 Seemeilen steuern wir den Ankerplatz von Lindos auf Rhodos an. Wir verbringen eine ruhige Nacht und besuchen am frühen Morgen das ausgesprochen schöne Dorf mit der auf dem Hügel liegenden Festung, noch bevor die Massen der Kreuzfahrschiffbesucher eintreffen. Wir sind grade oben angekommen (und haben die Festung mit der Akropolis wirklich ganz für uns), als wir die Massen der Besucher auf der anderen Seite des Tales mit dem Eseltaxi oder zu Fuß, in Richtung Stadt sehen. Es sind Massen! Und dabei haben wir noch Vorsaison.

Weiter geht es nach Rhodos Stadt. Hier gibt es einen Volvo Marine Mechaniker, der uns um 150 Euro erleichtert. Dafür funktioniert die Lichtmaschine wieder.

Nun haben wir Zeit die Altstadt, die als best erhaltene des Mittelalters gilt, zu erkunden. Natürlich viel Touristenrummel, aber vieles ist auch einfach schön anzuschauen. Die engen Gassen, der wieder aufgebaute Großmeisterpalast der Kreuzritter, die Straße der Ritter mit ihren alten Herbergen. Schon toll! 5 Tage verbringen wir hier und es wird nicht langweilig.

Morgen soll der Wind so einigermaßen stimmen, dann geht es zu weiteren Inseln des Dodekanes.

 

Die Wiege des Zeus

Kreta

Kreta ist der südlichste Landesteil Griechenlands. Durch seine Lage mitten im Meer ist die Insel sehr eigenständig und noch immer ursprünglich geblieben. 

Kreta ist schön, grün, bergig, interessant und ganz schön groß und es gibt viel zu sehen. Sei es historisches oder alltägliches, sei es Natur oder lebhafte Städte.

Wir mieten ein Auto und entdecken ein paar Tage die Insel. Die felsige Westküste mit den überdachten Tomatenplantagen und das Landesinnere mit endlosen grünen Olivenhainen. Es geht in den Süden bis ans libysche Meer; steile Pässe hinauf und hinunter. Wir besichtigen mehrere venezianische Festungen und besuchen die Ausgrabungen des minoischen Palastes "Knossos".

Wir versuchen kretische Spezialitäten wie gebratene Schnecken( mit Häuschen) oder "Xerotigana", eine Art Fladenbrot mit Tomaten und Feta. Wir probieren den selbst gebrannten Schnaps Raki , eine starke kretische Spezialität aus Weintrauben.

Unser Weg führt uns an der Nordküste der Insel entlang. Hier liegen auch die großen Städte Chania, Rethymnon und Heraklion mit mehr oder weniger sicheren Häfen, noch aus venezianischer Zeit.

Am besten hat uns Chania gefallen. Eine Mischung aus alt und neu, venezianisch und türkisch, jungen und jung gebliebenen Menschen. Durch die hier ansässige Universität beleben viele junge Leute das Stadtbild. Der alte Hafen ist der Anziehungspunkt schlechthin und unser Liegeplatz eignet sich wunderbar zum "Leute gucken".

Nach fast drei Wochen Kreta geht es nun weiter Richtung Rhodos.

Das Beste von Griechenland

Kythera und Kreta

Nun also kann es weiter gehen. Der Wind ist günstig und treibt uns zur nächsten Insel - Kythera. In dieser windigen Ecke Griechenlands unser Zwischenstopp auf dem Weg nach Kreta. Wir besuchen den kleinen Hafen Avlemonas, ein Fischerhafen im Miniformat. Mit Hilfe der Fischer finden wir einen Liegeplatz und sind so das einzige fremde Boot hier. Der recht einsam gelegen Ort Avlemonas ist wirklich sehenswert. Die weißen Häuschen kuscheln sich zusammen und ihre blauen Türen und Fensterläden leuchten aufs Meer hinaus. Hier könnte man gut und gerne ein paar schöne Tage verbringen, doch die Gelegenheit ist günstig und so nutzen wir den Wind um die 62 Seemeilen ( gut 120 km) nach Kreta zu segeln.

Der Törn wird ausgesprochen angenehm und friedlich. Erst kurz vor der Küste verlässt uns der Wind und wir legen die restlichen Meilen per Maschine zurück. Es ist schon Nacht, als wir den Hafen Chania erreichen. Ein Liegeplatz ist in dem fast leeren Hafen schnell gefunden. Noch ein "Ankommer" und den Törn nochmal Revue passieren lassen, dann ab ins Bett.

Morgen wollen wir Chania erkunden.

Auf dem Weg

Unser Weg führt uns in "Tageshüpfern" nach Süden. Wir besuchen die Inseln Lefkas, Kephalonia und Zakynthos. Während wir Lefkas und Zakynthos von früheren Besuchen kennen, ist Kephalonia Neuland für uns. Der nördlichste Ort ist Fiscardo, ein beschauliches Fischerdorf mit mäßigem Tourismus, der hauptsächlich aus Seglern besteht. Jetzt, im zeitigen Frühjahr, ist alles noch leer und zusammen mit "Santos" und einem finnischen Segelboot sind wir die einzigen Gäste. Wir besuchen die normannische Kirche und den alten venezianischen Leuchtturm. Im nächsten Hafen - Sami - mieten wir zusammen mit Tom und Petra ein Auto und erkunden die wunderbar grüne, mit Unmengen von Zypressen bestandene Insel. Der Hauptort - Argostoli - ist einen Besuch wert, und da wir ganz praktisch ein Auto haben, krönt ein Besuch beim Supermarkt unseren Ausflug.

Hier trennen sich nun unsere Wege. Tom und Petra wollen durch den Kanal von Korinth und weiter zu den Inseln der Ägäis. Uns zieht es um den Peleponnes herum nach Kreta. Ein Wiedersehen wird es irgendwo in der Ägäis geben.

Weiter also - ein kurzer Stop in Zakynthos, Katapolo und Kyparissia - alles Orte, die wir schon kennen. Dann folgt Pylos, das ist neu für uns. ein ansprechendes Städtchen mit einer Festung, das im griechischen Befreiungskrieg 1827 eine bedeutende Rolle gespielt hat. (Schlacht von Navarino)

Wir besuchen die große Festung über der Stadt, die zwei schöne kleine Museen über die Ausgrabungen über und unter Wasser beherbergt.

In den nächsten Tagen ist für uns Gegenwind angesagt, also Zeit genug, noch ein bisschen die Gegend zu erkunden.

Fast allein auf dem Wasser

Unsere neue Saison beginnt am 14. März 2018. Dieses Jahr sind wir etwas früher unterwegs, da wir auch schon Mitte August wieder zurück sein wollen.

Mit dem Auto geht es wieder nach München und ausgeschlafen fahren wir am nächsten Tag bis Venedig. Unsere Fähre nach Griechenland fährt zu der unmenschlichen Zeit um 4.30 Uhr los. Aber was soll's - in unserer gebuchten Kabine können wir weiter schlafen. Carlo muss dieses Mal nicht in den Zwinger;  wir haben eine Kabine mit Hund gebucht. Über die Zwischenstation Ancona erreichen wir am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein unseren Zielhafen Igoumenitsa. Nun noch 85 Kilometer mit dem Auto und wir sind beim Schiff.

Sturdy hat den Winter gut überstanden. Alles sieht aus, wie wir es verlassen haben. Nun geht es wieder los mit den tausend Kleinigkeiten, die vor jeder Saison anliegen. Ein neues Beiboot hat uns von Deutschland hierher begleitet. Außerdem eine neue Matratze für Werners Koje und eine neue Toilette. Noch ist in der Marina nicht viel los. Nur hier und da werkelt jemand am Schiff. Auch unsere Freunde Tom und Petra sind schon aus Deutschland eingeflogen. Auch in Griechenland lässt das Wetter zu wünschen übrig, Gewitter mit Hagelschauern gibt es auch hier. Nach 6 Tagen ist es soweit - Sturdy kommt gleich morgens in Wasser.

Im Hafen von Prevesa ist gähnende Leere - wir sind fast alleine und haben die große Pier für uns. Die Cafes und Tavernen an der Promenade sind meist noch geschlossen. Wir erledigen in der Stadt noch ein paar Besorgungen, dann fahren wir in den Ambrakischen Golf zur kleinen Stadt Vonitsa, in der wir schon im Herbst einmal waren. Hier wollen wir die nächsten paar Tage verbringen und die Schlechtwetterfront abwarten , die mit viel Wind über Griechenland hinweg zieht. 

Dann geht es richtig los - Richtung Kreta.

Wir kommen zum Ende

Ionische Inseln und Prevesa

Der letzte Abschnitt unserer diesjährigen Reise führt uns zu den ionischen Inseln. Doch irgendwie ist die Luft raus. Wir wollen sie nur kurz streifen, denn nächstes Jahr ist dafür auch noch Zeit.

Wir besuchen Zakynthos, dann gleich Ithaka und von dort geht es nach Kalamos. Hier schließt sich der Kreis unserer Griechenland Reise, denn hier haben wir im Frühjahr Ostern gefeiert. Nochmal essen bei George, dann weiter nach Meganisolon und von dort nach Prevesa. Wir bleiben hier ein paar Tage, bis wir in der Aktio Marina wieder an Land gesetzt werden. 

Tom und Petra haben noch drei Wochen Zeit und segeln noch bis Korfu, bis auch sie hier an Land gesetzt werden. In der Aktio Marina ist alles beim Alten - jedenfalls fast. Neben der kleinen Eselherde gibt es nun auch zwei schöne große Ziegen. 

Wir erledigen die notwendigen Arbeiten vor dem Winter und fahren am 6. Oktober mit der Fähre nach Venedig und weiter nach Hause.

Wieder ist eine Segelsaison ohne größere Pannen und mit vielen schönen Erlebnissen vorbei.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr. Dann soll es nach Kreta, Rhodos und wenn alles klappt, nach Zypern gehen.

Ab April geht es weiter.

Ein Daumen und drei Finger

Peleponnes

Unser Weg zurück nach Prevesa und somit ins Winterlager führt uns rund um den Peleponnes. 

Den Daumen haben wir zuvor besucht. Nun kommen die Finger dran.

Am ersten Finger sehen wir uns die mittelalterliche Stadt Monemvassia an, die beeindruckend auf einer Felseninsel liegt und mit dem Festland schon seit dem Mittelalter durch einen Damm verbunden ist. Die Unterstadt ist restauriert und großenteils bewohnt. Die Oberstadt besteht nur noch aus der Stadtmauer und vielen Ruinen, sowie einer wieder aufgebauten Kirche.

Auf dem zweiten Finger mieten wir zusammen mit Tom und Petra ein Auto um durch das grüne Innere des Peleponnes zur Ruinenstadt Mystras zu fahren. Hier sind nur wenige Gebäude, wie der ehemalige Palast und einige Kirchen wieder restauriert worden. Ein ganz anderes Erlebnis sind die Höhlen von Pirgos Dirou, in denen man von einem Führer über einen unterirdischen Fluß gerudert wird. Eine Stunde lang begeistern uns die die einmalige Schönheit der Tropfsteinhöhle - ein ganz besonderes Erlebnis.

Zum ersten Mal Ankersalat: zwei Anker und eine Mooringboje hatten wir uns in Gythio eingefangen. Mit 2 Mann Hilfestellung und einem Tauchgang in voller Montour konnte Werner das Unglück beseitigen und vor allem unseren Anker samt Kette bergen.

Über das Kap des zweiten Fingers, mit seinen besonderen Turmhäusern, segeln wir zum dritten Finger, zur kleinen Stadt Koroni. Reich gesegnet mit Festungsanlagen, kann man auch hier wieder eine Burg besuchen.

Weiter zum Kap des dritten Fingers mit dem Ort Methoni. Auch hier wieder eine Festung, die zum einen besonders groß ist und zum anderen direkt am Meer liegt. Endlich mal nicht nur bergauf - juchhu! Über das Städtchen Kyparissia - wieder eine Burg, segeln wir nach Katakolo. Von hier kann man mit dem Zug nach Olympia fahren. Ein besonderes Erlebnis ist die Zugfahrt. Modern zum einen (der Zug selbst), vorsintflutlich zum anderen. An jedem Straßenübergang, und davon gibt es viele, wird mehrmals gehupt, denn richtige Bahnübergänge sind so gut wie nicht vorhanden. 40 Minuten brauchen wir um Olympia zu erreichen. Mur wenige Schritte weiter sind wir bei den Ruinen und den Ausgrabungen von Olympia. Hier, wo man das heilige Feuer für die modernen olympischen Spiele entzündet, sehen wir uns die vielen, vielen Ausgrabungsgegenstände an, die im neuen Museum untergebracht sind.

Von Katakolo segeln wir zu den ionischen Inseln und verlassen wieder den Peleponnes.

Besuch im Urlaubsparadies

Der Argolische Golf

Der Argolische Golf erstreckt sich zwischen dem "Daumen" und der ersten "Finger" des Peleponnes. Porto Heli ist das Zentrum des Urlaubsparadies. Nahe genug an Athen und recht schnell zu erreichen, tummeln sich hier viele reiche Griechen, aber auch Menschen anderer Nationalitäten, die hier ein Ferienhaus haben. Wir erwarten hier Biggi und Klaus, die eine Woche mit uns segeln. Doch vorher treffen wir Anne und Wolfgang, in deren Haus wir einen Grillabend in gemütlicher Runde verbringen. 

Wir segeln über Koilada und Chaidari nach Nafplio, der früheren Hauptstadt Griechenlands. Hier waren wir schon einmal vor ein paar Jahren, jedoch ohne Boot. So ersparen wir und diesmal den Besuch in Mykene und Epidaurus, denn das Löwentor und das antike Theater haben wir schon gesehen. Auch die 1000 Stufen zur Burg, die hoch über Nafplio thront können wir uns diesmal sparen. Wir machen einen Stadtbummel durch die reizvolle Altstadt und essen in einem der vielen Restaurants.

Dann geht es auf der anderen Seite des Argolischen Golfs wieder zurück. Über die kleinen Orte Paralion Astros und Tyros (hier findet grade ein Fischerfest statt und wir haben das Vergnügen bis zwei Uhr früh mit lauter griechischer Musik unterhalten zu werden) erreichen wir wieder Porto Heli.

Essen wie Gott in Griechenland ?

Saronischer Golf - Ostküste Peleponnes

Naja - ganz so toll nun doch nicht. "Essen gehen" ist in Griechenland nicht teuer und so leisten wir uns des öfteren einen Tavernenbesuch. Vorspeisen und Hauptgerichte werden, wie hier üblich, in der Mitte des Tisches plaziert und jeder kann sich seinen Anteil auf den Teller füllen. Dazu gibt es Wasser, Wein oder Bier. Brot gehört dazu, Nachtisch - im Moment meist Wassermelone - wird vom Wirt gestiftet. Satt wird man auf jeden Fall. Leider gibt es in allen Tavernen das gleiche Essen, mal mit mehr oder weniger Liebe angerichtet. Wir essen uns also durch unsere Hafenorte. 

Von den Kykladen kommend, segeln wir in kleinen Etappen in den Saronischen Golf um uns mit Tom und Petra von der Santos zu treffen. Wir wollen die letzten verbleibenden Wochen der diesjährigen Saison gemeinsam segeln. Was liegt näher als die eine oder andere Taverne auszuprobieren. Ein kleiner "Hafenhöhepunkt" ist der winzige gemütliche Hafen Vathy auf der Halbinsel Methana. Sehenswert ist die Insel Poros, die nur eine halbe Seemeile vom Festland entfernt liegt. Beliebter Urlaubs- und Segelort gespickt mit Tavernen, Cafes und Bars. Hier finden wir in der Taverne "Garden" unser bestes Lokal. Bestes Essen, nett und flott serviert, und das noch in einer ansprechenden Umgebung - in einem Garten mitten in der Altstadt.

Über die Orte Ermioni, die ruhige Insel Dokus und einem kurzen Abstecher in den fürchterlichen Hafen von Spetcai segeln wir nach Porto Heli, quasi am Daumen des Peleponnes gelegen. Hier wollen wir uns mit Klaus und Biggi treffen, die uns wie in jedem Jahr besuchen wollen, um ein wenig mit uns zu segeln.

Die Inseln der Kykladen

Naxos, Paros und Serifos

Naxos ist die größte Insel der Kykladen, deren Hauptstadt wir besuchen. Begrüßt werden wir schon von weitem vom Eingangstor des Apollotempels, einem imposantem Marmortor (Portara) aus dem 6. Jh.v.Chr. Die Altstadt am Fuße der venezianischen Festung ist sehenswert. "Einkaufspassagen" schlängeln sich rund um den Hügel. Die kleinen Wege sind so schmal, dass man immer im Schatten der Häuser seinen Einkäufen nach gehen kann.

Von Naxos bis Paros, der Nachbarinsel, ist es nur ein Katzensprung. Wir ankern in der großen Bucht von Naoussa ganz im Norden. Hier liegen viel Motorboote , über 25 Meter Länge und mit 6-8 Mann (Frau) Besatzung, vor Anker. Hier kann man sehen, wir sind mitten in der Feriensaison.

Weiter geht es nach Serifos. Diese windige Insel ist unser letzter Halt in den Kykladen. Hier sind wir ein paar Tage eingeweht, da wir bei den heftigen Böen und besonders den noch heftigeren Fallböen unseren Liegeplatz im Hafen nicht ohne Schaden verlassen können. Das macht aber nichts, denn es gibt hier viel zu sehen.

Wir besuchen auch hier die Chora, die malerisch an einem Berghang liegt. Die gepflegte Altstadt ist von schmalen Gassen durchzogen, in denen nur Mensch und Esel sich bewegen können. Wir fahren mit dem Bus in den 5 km entfernten Ort und laufen nach unserer Besichtigungstour den Eselsteig mit seinen ungezählten flachen und breiten Stufen wieder zum Hafen zurück. Ein schönes Erlebnis.

Wir verlassen nun die Inseln der Kykladen um zum Festland des Peleponnes zu segeln.

vodafone ist doof!

Leider hatte ich in den letzten 3 Wochen keine Internetverbindung. Es ist hier nicht so leicht Nachschub für mein Internetkonto bei Vodafone zu bekommen, denn in der Gegend in der wir grade segeln sind Vodafoneshops rar gesäht. Nun endlich soll es weiter gehen. In 1-2 Tagen gibt es einen neuen Bericht.

Fischers Fritze

Agathonisi, Arki und Patmos

Fischers Fritze fischt kaum noch Fische. Das Mittelmeer, besonders die Ägäis, ist überfischt. Die Fischbestände können sich nicht erholen und so sind nur kleine und kleinste Fische im Netz. Es gibt zwar immer noch große Fischerboote mit teilweise 8 bis 10 Mann Besatzung, doch gute Erträge sind selten geworden. Wir können Lobster im Restaurant - Aquarium, Oktopusse in der Oktopuswaschmaschine oder auf der Leine bewundern. Doch die meisten Fische, die angeboten werden, kommen aus der Fischzucht. Auch Werner hat in den vergangenen 4 Monaten an der Schleppangel noch nicht einen einzigen Fisch gefangen.

Wir besuchen die kleinen Inseln des Dodekanes - Agathonisi, Arki und Patmos. Agathonis hat grade mal 130 Einwohner. Wir genießen die Ruhe der einsam gelegenen Insel, doch der schlechte Ankerplatz und die von den Bergen herabsausenden Fallböen lassen uns schon am nächsten Tag wieder weiter fahren. 

Arki ist ähnlich einsam, nur wenige Einwohner, ein schöner Hafen und glasklares Wasser. Hier  bleiben wir ein paar Tage, bevor es weiter nach Patmos geht. 

In Patmos ist alles auf Tourismus gestimmt. Trotzdem ist es eine schöne, interessante Insel. Wir mieten uns ein Quad und machen die Insel unsicher. Wir besuchen das Kloster Ag. Ioannis, das alles überragend auf dem Berg über der Stadt thront. Es ist auch heute noch von vielen Mönchen bewohnt und beherbergt außerdem eine große Sammlung von alten Schriften und Kirchenschätzen. Die Altstadt - Chora - ist sehenswert. Hier kann man sich in den engen verwinkelten und autofreien Gassen verlaufen. Mit dem Quad fahren wir kreuz und quer über die Insel. Da die Insel sehr klein ist, sind selbst die entlegensten Winkel schnell erreicht.

Nach ein paar Tagen geht es weiter zu den windigen Inseln der Kykladen.

Wind

Inusses, Chios und Samos

Der vorherrschende Wind in der Ägäis ist im Sommer der Meltemi. Ein Nordwind, der mal mehr oder weniger aus Nordost oder auch Nordwest bläst. Von Mitte Juni bis in den September pustet der Wind mit 5 bis 6 Windstärken, es darf aber auch mal mehr sein, besonders wenn die Fallböen die Berge hinunter rauschen. Der Meltemi kann 3 Tage dauern, oder auch mal 2 Wochen. Das läßt sich nicht vorhersagen. Segelt man in die richtige Richtung- sprich Süd - ist das wie Schlittenfahren. Bei allen anderen Segelrichtungen wird die Sache auch mal recht mühsam. Also versuchen wir alles unter einen Hut zu bringen.

Wir laufen die kleine Insel Inusses an, die nahe Chios liegt. Von dieser Insel, die einen schönen Naturhafen hat, kommen viele der griechischen Reeder. Sie haben hier ihre Sommerhäuser und ihre großen Motoryachten liegen vor Anker. Es gibt hier nur ein kleines Hotel und wenige Gästezimmer. Man möchte unter sich sein. Alles ist sehr gepflegt, viele Häuser sind restauriert. Das ganze Dorf macht einen ansprechenden Eindruck.

Weiter geht es nach Chios. Auf der mal wieder kahlen Insel bleiben wir nur einen Tag. Es ist viel Wind angesagt und wir wollen einen sicheren und ansprechenden Hafen erreichen.

Also geht es gleich weiter nach Samos. Diese grüne Insel ist sehenswert und hat auf der Südseite auch sichere Häfen und Buchten.Wir werden gleich von netten deutschen Polizisten in Empfang genommen, die uns beim Anlegen helfen. Sie tuen hier mit zwei deutschen Küstenwachschiffen, Ückermark und Börde, Dienst. Im Rahmen des Frontex Einsatzes sichern sie die griechische Küste, denn die Türkei ist hier nur 1 Seemeile entfernt. Am Ufer sieht man, wie auch in Lesbos, noch so manche orange Schwimmweste liegen. Wir begegnen, Gott sei es gedankt, jedoch keinem Flüchtlingsboot. Auf den Inseln, die der Türkei so nahe liegen, sieht man vielen Migranten, die hier in Lagern untergebracht sind. 

Unser erster Anlaufhafen, Vathy, ist der Hauptort der Insel Samos. Er ist zwar einiger Maßen sicher, doch dermaßen schaukelig, daß wir nach 2 Tagen wieder auslaufen und in den südlichen Hafen Phytageon segeln.

Nach einer Woche Aufenthalt auf Samos bringt der Meltemi uns weiter nach Süden.

Der kleine Unterschied

Limnos und Lesbos

Gute 40 Seemeilen trennen Samothraki und unser nächstes Ziel Limnos. Doch welch ein Unterschied! Thassos und Samothraki sind grüne Inseln, eine Wohltat für das Auge. Limnos dagegen ist trockenes Ödland mit steilen Berghängen. Nur in der Nähe der wenigen Dörfer oder Städtchen sieht man einige Bäume und Sträucher. Limnos ist landwirtschaftlich geprägt; im Landesinneren wird Weizen angebaut. Es gibt jede Menge Schafe und Ziegen.

Wir besuchen die Burg von Myrina, dem quirligen Hauptort von Limnos. Die byzantinische Burg ist die besterhaltenste der Ägäis. Wir besuchen verschiedene Ankerplätze. Es ist mittler Weile so heiß, daß man nur noch im Wasser sein möchte. Carlo und sein Pelzmantel leiden besonders. So langsam setzt der sommerliche Meltemi ein und so geht es weiter nach Süden - nach Lesbos.

Auch hier ist die Nordwestseite der Insel sehr trocken und ohne Baum und Strauch. Doch der Rest der Insel ist sehr lieblich. Wir entdecken die Insel wieder per Mietauto. Viele, viele Olivenbäume bedecken die Berghänge. Kühe, Ziegen und Schafe sind überall zu sehen. Wir können keine großen Hotels entdecken. Lesbos ist irgendwie familiär und es ist sehr ansprechend.

Um es kurz zu sagen: Lesbos inklusive der freundlichen, günstigen Marina (mit kostenfreier Waschmaschine - juch-hu!!) gefällt uns wirklich gut.

Hoch im Norden

Thassos und Samothraki

Wir erreichen den nördlichsten Punkt unserer Griechenlandreise, die Inseln Thassos und Samothraki und die Stadt Kavala am griechischen Festland. Dieser Landstrich ist sehr grün, mit vielen Bäumen; außerdem ist es lange nicht so heiß, wie in der südlichen Ägäis. Dafür - logisch - regnet es auch mehr.

Thassos ist eine schöne, grüne Insel mit besonders wunderbaren Sandstränden; leider ist fast 1/3 abgebrannt. Wir machen eine Rundtour per Mietauto und besuchen verschiedene Ausgrabungen, schwimmen im türkisfarbenen Meer und lassen uns in einer Taverne direkt am Meer verwöhnen. 

Dann geht es ans Festland, zur Stadt Kavala, die mit 57000 Einwohnern für griechische Verhältnisse sehr groß und lebendig ist. Hier ist ein 56 m hohes Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert stadtbeherrschend. Es gibt nicht viel Tourismus an diesem Küstenabschnitt; Landwirtschaft prägt das Leben der Bewohner.

Unser nächstes Ziel ist die Insel Samothraki - die Insel der Winde - und die regenreichste der Ägäis. Keine Sandstrände, kein Flughafen - also wenig Tourismus. Wir mieten nochmal ein Auto und erkunden die Insel. Ein Besuch der Wasserfälle, die wir nach einstündigem Fußmarsch entlang und durch einen schattigen Bachlauf erreichen. Soviel Wasser in der Ägäis - kaum zu glauben! Ein Besuch der wunderschönen Chora, dem Hauptort der Insel und den Ausgrabungen der "Großen Götter" vervollständigen den Besuch der sehenswerten Insel.

Von nun an geht es weiter nach Süden.

Wie aus einer anderen Welt

Wir besuchen die 3 Halbinseln der Chalkidiki im Norden Griechenlands.

3 "Finger", die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die erste Halbinsel Kassandra ist sehr grün und relativ flach gegen das übrige Griechenland. Sie ist touristisch erschlossen und man sieht beim vorbei segeln viele Hotels an attraktiven , langen Sandstränden.

Der 2. Finger ist Sithonia. Das Land ist dicht bewaldet und nicht sehr bebaut. Hier findet man durchaus eine schöne Bucht, die man ganz für sich alleine hat.

Der 3. Finger ist Agion Oros mit dem heiligen Berg Athos (2033 m hoch) ist irgendwie nicht aus dieser Welt. Die autonome Mönchsrepublik Athos hat die letzten 1000 Jahre mit sich allein verbracht. Die Klöster, viele im 10. Jahrhundert gegründet, kleben an den Felsen und sehen einfach großartig aus. Es gibt fast keine Straßen, kein Strom und nur wenige Telefone. Erst in letzter Zeit sieht man mehr Solaranlagen und eine Straße wurde gebaut. Die immer noch über 2200 Mönche leben in den 20 Großklöstern, in kleinen Einheiten oder in Einsiedeleien, die an die Felsen "geklebt" sind. Man fragt sich wirklich, wie kommen die da nur hin. Erst auf den 2. Blick sieht man die Kabel einer Seilfähre. 

Ein Besuch der Mönchsrepublik ist nur Männern erlaubt, die eine Besuchserlaubnis beantragen können. Selbst das Umfahren der Halbinsel ist Frauen nur in einer Entfernung von 5oo Metern erlaubt. Nichts desto Trotz ist es ein tolles Erlebnis an den mittelalterlichen Klöstern vorbei zu segeln.

Bei den Göttern

Es gibt den Reklamespruch eines Charterunternehmens: "Segeln wo die Götter wohnen." Wenn wir das schon tun, so wollen wir die Götter auch besuchen.

Wir segeln nach Palamos, einem kleinen Ferienort zwischen den Bergen Pelion und Olymp. Hier mieten wir ein Auto und los geht es mit der Besichtigungstour. Leider läßt das Wetter zu wünschen übrig. Bei bedecktem Himmel mit Schauern ab und zu, sowie 16 Grad Temperatur, hüllen sich die Berge leider in Wolken. Nichts desto Trotz besuchen wir zuerst die Burg Palamos. Von Kreuzrittern erbaut ist sie heute teilweise restauriert und ausgegraben. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Küste und die Berge, auf denen teilweise noch Schnee liegt.

Weiter zum Nationalpark Olympos. Eine 16 km lange Serpentinenstraße bringt uns zur ersten Schutzhütte auf 1100 Metern. Hier muß man das Auto stehen lassen und kann dann in ca. 7 Stunden die restlichen 1817 Höhenmeter bewältigen und auf den Olymp steigen. 

Wir belassen es bei der Autofahrt und gehen nur ein wenig spazieren. Das Kloster Agios Dionisos ist in Reichweite. Dieses, noch von einem Mönch bewohnte Kloster, wird grade mit Hilfe der EU restauriert.

Das nächste Ziel unseres Besichtigungstages ist Dion, am Fuße des Olymp. Bei nun strömenden Regen besuchen wir allerdings nur die beiden Museen mit sehr schönen Mosaiken und vielen Ausgrabungsstücken. Auf die Ausgrabungen müssen wir verzichten; wir wollen nicht hin schwimmen.

Nun ist es mit Götterhilfe noch ein Segeltag bis Chalkidiki, unserem nördlichsten Ziel.

Rettungsaktion für Carlo

In Ermanglung von "richtigem Wild" geht Carlo auch gerne auf Möwenjagd. Wir sitzen grade beim Abendbrot, als wir von 2 jungen Anglern darauf aufmerksam gemacht werden, dass Carlo auf Jagd ist. Allerdings gut 250 Meter vor dem Hafen im offenen Meer. Große Aufregung!

Fischer die grade auf ihre Nachtfahrt gehen bemerken den kleinen braunen Kopf im Wasser. Sie bemannen ihr Beiboot und düsen los.Ein beherzter Griff ins Nackenfell und der Hund ist im Boot. Mit Speed geht es auf die Küste zu und Carlo wird an Land abgesetzt. Ein glücklicher Werner kann ihn in Empfang nehmen und sich bei den netten Fischern bedanken.

Ende gut - alles gut.

Die Brücke von Chalkis

Ein kurzer Abstecher nach Süden - weil der Wind grade so passt - bringt uns nach Poros. Der beliebte Seglerort ist noch schön leer; nur wenige Charterschiffe sind bis jetzt unterwegs. Ein Bummel durch die Altstadt lässt Erinnerungen an frühere Urlaube wach werden. 

Am nächsten Tag passt der Wind um Richtung Norden zu segeln. Am Cap Sounion mit seinem berühmten Marmortempel, gehen wir vor Anker. Hier können wir den Sonnenuntergang genießen, der in jedem Reiseführer hervor gehoben wird.

Über die Hafenstädte Lavrion und Porto Raphti segeln wir zur Insel Euböa.Die drittgrößte, langgestreckte Insel Griechenlands liegt ganz nahe am Festland. Wir besuchen nette Buchten und lernen noch nettere, sehr gastfreundliche Griechen kennen. 

Dann erreichen wir Chalkis, die "Hauptstadt" der Insel Euböa. Nur 35 Meter trennen hier die Insel vom Festland. Durch diese Enge müssen alle Schiffe die gen Norden wollen. Eine Schiebebrücke verbindet beide Teile. Die Brücke öffnet, da mitten in der Stadt gelegen, nur einmal am Tag - natürlich nachts. In der Enge steht ein starker Tidenstrom mit bis zu 7 Knoten. Zwischen 4 und 7 Mal pro Tag ändert sich die Richtung des Stroms. Bis auf den heutigen Tag kann man nicht genau die Stillwasserzeit ausrechnen. Und so muss man auf einen Funkruf der Hafenpolizei warten, die bestimmt wann man die Enge befahren kann.

Das klappt ganz professionell; und so sind wir eine halbe Stunde später im Nordhafen fest. Unser Befahrenstermin, zusammen mit einem Frachter und 5 weiteren Segelschiffen,  war um 22 Uhr. Es hätte aber je nach Mondphase auch um 4.30 Uhr sein können. Glück gehabt.

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Durch diese hohle Gasse

Weiter geht es gen Osten, in den Golf von Korinth. Wir besuchen Mesolongia, wie schon im vergangenen Herbst. Dann geht es in Neuland.Immer weiter in den Golf, vorbei an Patras und unter der neuen Hängebrücke durch, die den Peleponnes mit dem Festland verbindet. Unser nächstes Ziel ist die Insel Trisonia. Dieses kleine Eiland mitten im Golf hat einen kleinen Hafen, eine aufgegebene Marina, in der man gut sicher und kostenfrei liegt. 

Nächstes Ziel ist Galaxidi. Von hier besuchen wir die Ruinen des Orakels von Delphi. Per Bus fahren wir in die Berge. Hoch oben liegt die alte Stadt mit Tempeln, Stadion und Theater - zu seiner Blütezeit das Zentrum der Welt. Das neue und sehr schöne Museum ist einen Besuch wert.

Nächstes Ziel ist Itea, eine typisch griechische Kleinstadt. Dann folgt Korinth, das ist schon eine Nummer größer. Mit schönen Einkaufsstraßen, Parks und Freizeiteinrichtungen.

Weiter in den Kanal von Korinth, der das ionische Meer mit der Aegäis verbindet. Der Kanal ist gut 6 km lang und etwa 25 m breit,mit Seitenwänden, die 56 m hoch sind. In gut 20 Minuten ist der Kanal durchfahren und wir 235 Euro ärmer.

Dafür haben wir die Aegäis erreicht.

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Kalo pascha! - Frohe Ostern!

Das hatten wir uns immer schon gewünscht: mit Griechen zusammen Ostern feiern.

In diesem Jahr fällt das griechische und das deutsche Osterfest ausnahmsweise einmal zusammen. Das ist nur alle 7 -8 Jahre so. 

Wir sind auf der kleinen Insel Kalamos im Ionischen Meer. Im Hafen liegen zu dieser frühen Jahreszeit nur zwei deutsche und ein englisches Schiff. Ostern beginnt am Samstag mit den Vorbereitungen. Lämmer werden für den Grill vorbereitet - gewürzt und "in Form" gebracht. Die Terrasse geweißt und Tisch und Stühle gerückt. Den ganzen Tag über gehen in Abständen Knaller los und am Abend auch Feuerwerksraketen. Um Mitternacht geht man in die Kirche und die Worte des Popen werden per Lautsprecher übertragen, sodass wir im Hafen auch etwas mitbekommen.

Am Morgen läd uns die Familie, die " Georges Taverne" betreibt zum Osteressen ein. Sechs Segler und die recht große Familie mit Oma, Opa, Onkel, Tanten und den Kindern setzen sich an eine lange Tafel direkt am Meer. Nachdem man sich mit Wein zugeprostet hat und Kalo Pascha. sprich Frohe Ostern gewünscht hat, geht das große Schmausen los. Es gibt Lamm und Kokoretzi (Innereien im Darm gewickelt) vom Grill, Salate, Tzaziki, Feta, Brot und die traditionellen rot gefärbten Eier. Dazu Ostergebäck, Süßigkeiten und natürlich Getränke mit und ohne Alkohol.

Das ganze dauert ca. 4 Stunden, die wir richtig genießen. Da spielen Sprachschwierigkeiten keine Rolle.

Wir können nur sagen: Danke und Kalo Pascha!

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Neues Spiel - neues Glück

Es ist Anfang April und die Segelsaison beginnt wieder.

Wir reisen dieses Mal mit dem Auto nach Griechenland bzw. Prevesa, um Sturdy aus dem Winterschlaf zu wecken. Die Reise geht über München und Venedig, dann mit der Fähre nach Igoumenitsa. Wir haben für Venedig 2 Tage Zeit eingeplant und schauen uns die Stadt an, die Anfang April noch nicht so von Touristen überfüllt ist. So können wir uns treiben lassen und genießen die schöne alte Stadt mit ihren kleinen Sträßchen, Kanälen und lebendigen Plätzen.

Dann geht es auf die griechische Fähre "Hellenic Spirit", die uns in 25 Stunden nach Igoumentisa  bringt. Von hier ist es noch eine Stunde Autofahrt bis zur Aktio Marina.

Leider regnet es in Strömen - so hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Sturdy hat den Winter gut überstanden, alles sieht aus wie bei unserer Abreise vor 6 Monaten.

Nun beginnen die üblichen Arbeiten am Schiff. Unterwasserschiff mit Antifouling streichen, Holz streichen, Boot polieren und alle 1000 Kleinigkeiten erledigen, die jedes Jahr anfallen. Nach 5 Tagen ist alles erledigt und es geht wieder ins Wasser.

Nun kann die nächste Reise - Griechenland rund - beginnen.

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Wieder zu Hause

Seit Anfang Oktober sind wir nun wieder zu Hause. Sturdy liegt hoch und trocken und wartet auf den Frühling, während vierbeinige Rasenmäher sich um den Boden unter Sturdy kümmern.

Anfang April, so ist der Plan, geht die Reise weiter. Dann durch die griechische Inselwelt der Ägäis.

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Endspurt

Ein paar Tage bleiben uns noch bevor Sturdy für ein halbes Jahr ins Winterlager kommt.

Wir nutzen die Zeit uns noch ein wenig in Messolongi und Umgebung um zusehen. Mit einer Gruppe Segler fahren wir, in einer von der Stadt Messolongi organisierten Tour, mit einem Bus zu zwei historischen Städten aus dem 3. bis 4. Jahrhundert vor Christus.  Wir besuchen die Salzfelder der Lagune, ein Kunstmuseum, machen eine Weinprobe und zu guter Letzt besuchen wir das Fischerfest ( mit Fisch- und Weinverkostung) der kleinen Laguneninsel Etoliko. Toll was die Stadt Messolongi alles auf die Beine gestellt hat.

Am nächsten Tag geht es für uns zurück zur Stadt Prevesa. Hier haben wir in der Aktio - Marina ein Winterlager für unser Schiff gefunden. Ca. 2000 Schiffe sind hier eingelagert und entsprechend professionell ist der Umgang der Marinaleute mit dem Schiff. Schon nach kurzer Zeit ist das Unterwasserschiff gereinigt und das Boot erdbebensicher aufgebockt.

Noch alles winterfest verpacken und ab geht es mit dem Flieger nach Hause.

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Der erste "Mittelmeerbesuch"

Biggi und Klaus kommen in Korfu an Bord. Gemeinsam wollen wir durch das Ionische Meer bis nach Messolongi segeln.

Zwei Tage Korfu stehen auf dem Plan bevor es weiter gen Süden geht. Neben dem immer wieder schönen Besuch der Altstadt steht auch eine Rundfahrt mit dem Mietwagen über die grüne Insel an. 

Wir besuchen den Pandokrator, mit 917 m der höchste Berg der Insel. Mit dem Auto kommt man fast bis an die Spitze. Entsprechend hoch ist der Andrang der Touristen, die die spektrakuläre Aussicht genießen und das kleine Kirchlein besuchen wollen. Das war vor 25 Jahren noch anders. Da mußte man die letzten Kilometer steil bergan laufen und war dafür fast alleine auf dem Berg.

Weiter geht es zur Inselrundfahrt. Über Sidari, mit Mengen englischer Touris) zum Cap Drastis (äußester Punkt der Insel) zum schönen Paleokastritsia.

Am nächsten Tag wird gesegelt bzw. mangels Wind mal wieder motort. Über die nette, aber leider sehr volle Insel Paxos, geht es nach Prevesa. Dann durch den Kanal von Lefkas zu den Inseln Megnisolon, Kalamos und weiter nach Ithaka. Das Wetter läßt leider zu wünschen übrig - aber was soll's. Letzte Station ist Messolongi am Golf von Korinth. Von hier geht es für Biggi und Klaus wieder nach Hause.

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Anglerglück

Die letzte größere Überfahrt führt uns von Castello am Stiefel von Italien zur gut 120 Seemeilen entfernten Insel Othoni. Diese kleine Insel vor Korfu haben wir uns als ersten Landfall ausgesucht. Das Wetter ist gut, doch der versprochene Wind läßt mal wieder auf sich warten. Dafür ist uns das Anglerglück holt. Ein 8 kg schwerer und 85 cm langer Thun beißt an. Endlich mal ein "richtiger" Fisch, der nicht so einfach aufgeben will. Große Freude an Bord - das gibt Fischfilets satt.

Am frühen Morgen treffen wir in Othoni ein und gehen in der Bucht vor dem kleinen Dorf vor Anker. Griechisches Ambiente, glasklares Wasser, die Glöckchen der Ziegen und Schafe am Berghang bimmeln und in der Ferne schreit ein Esel. Welche Idylle - so haben wir und das vorgestellt.

Nach 2 Tagen auf der schönen kleinen Insel segeln wir weiter nach Korfu, unserer alten Heimat. Hier haben wir 2 Jahre gelebt und gearbeitet. 

Wir haben noch ein Paar Tage Zeit bevor unser Besuch Biggi und Klaus eintrifft. Und so besuchen wir kleine Buchten, die wir vor 25 Jahren gerne aufgesucht haben. Doch welche Enttäuschung: fast alle Buchten sind vollgestellt mit Fischfarmen und den entsprechenden Ausrüstungen und dem unvermeidlichen Müll an Land. Es ist nichts mehr mit romantischem ankern. Buchten, die nicht als Fischfarm dienen, sind übervoll mit Charterschiffen, hier meist als Flotille mit 10 bis 15 Schiffen. Einsame Bucht - ade!

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Bella Italia

Bella Italia ist teuer, sehr teuer. Wir erreichen Sardinien nach einer stürmischen Überfahrt, denn der Mistral bläst ordentlich und so sind wir ziemlich schnell in Carloforte, im Süden Sardiniens angekommen.

Die Marina - wobei gesagt werden muß, es gibt hier drei, will 90 Euro für eine Nacht haben. Werner handelt sie auf 40 Euro runter und wir bekommen einen "Spezialplatz". Dafür mit allem drum und dran, Wasser, Strom, Internet inbegriffen. Wir sind zufrieden.

Nach 2 Tagen geht es weiter nach Sizilien. Leider mit wenig Wind.

Wie Freund Hubert sagt: Im August gibt es im Mittelmeer nur zwei Arten von Motorbooten - die mit und die ohne Segel.

Sizilien ist schön. Klares Wasser, meist grüne Berge an der Küste. Aber auch gier ist es teuer. Und so fahren wir von Ankerbucht zu Ankerbucht ohne einen Hafen anzulaufen.

 

Besuch auf einer Finca

Wir erreichen Ibiza. Hier reicht ein Wort : furchtbar! Wir sind für diese Urlaubsregion mindestens 40 Jahre zu alt.

Mallorca gefällt uns da schon besser. wir besuchen Freunde - Hubert und Farida, die wir von unserer Karibikzeit kennen. Sie haben sich nach ihrer Reisezeit hier nieder gelassen und sich eine kleine Finca gekauft. Noch ist alles sehr einfach, da grade umgebaut wird und auch der Garten ist noch sehr provisorisch. Aber man kann schon erkennen, mit viel Liebe und noch mehr Arbeit - das kann was werden.

Wir verbringen einen schönen Tag bei den beiden. Carlo kann sich austoben, auch wenn die vier Katzen nach kürzester Bekanntschaft lieber das Weite suchen.

Am nächsten Tag ist der Wind günstig und es geht weiter in Richtung Sardinien,

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"Plastikland" Spanien

Wir verlassen Gibraltar Richtung Osten, vorbei an mondänen Orten wie Marbella oder Torremolinos. Die Hafengebühren sind hier einfach zu hoch, über 100 Euro nur für das Anbinden des Schiffes für eine Nacht - das ist es uns nicht wert. Also vorbei an Hotelhochhäusern, eins neben dem anderen.

Dann ändert sich die Landschaft, die immer trockener wird. Hier beginnt die Plastiklandschaft. Ganze Landstriche sind unter riesigen weißen Plastikplanen verschwunden. Hier wachsen Tomaten, Auberginen ect. unter Planen um das kostbare Gießwasser nicht zu schnell verdunsten zu lassen. Das sieht jedoch sehr merkwürdig aus.

Wir besuchen die Städte Almeria und Cartagena. Beides Orte mit Geschichte und schönen Burgen. Das ist was für Werner!

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